22.08.2019
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LM Halle – 3 Tage in der Landeshauptstadt

LM Halle – 3 Tage in der Landeshauptstadt

Bedingt durch den stetigen Aufwärtstrend in unserer Trainingsgruppe haben wir erstmals 5 Athleten zu den Hallen-Landesmeisterschaften ins Sportleistungszentrum nach Hannover gemeldet. Zu den „Dauerbesuchern“ Lea Ahrens und Max Singer gesellten sich dann noch Tobias Bötticher und Angelique Lehmann. Leider musste Moritz Richter wg. einer Rückenverletzung seine Teilnahme am Hochsprung absagen. Bei nur 4 qualifizierten Hochspringern wäre für Moritz in der aktuellen Form eine aussichtsreiche Platzierung   möglich gewesen. Doch der Reihe nach:

Freitag, Abend unserer Mittelstreckler:

Max und Tobias starteten gemeinsam über die 1500m in der Altersklasse MU18. Für Tobias ging es darum, Erfahrung bei Mittelstreckenrennen zu sammeln, schließlich konzentriert er sich erst seit einigen Monaten auf diese Strecke und hat sich mit viel Trainingsfleiß die Qualifikation erarbeitet. Max Singer galt mit der schnellsten Meldezeit als einer der TOP-Favoriten im Rennen.

Max übernahm dann auch gleich die Initiative im Rennen und führte das Feld vom Start weg in einem zügigen „Wohlfühltempo“ mit 36 er Rundenzeiten an. Nach 850m erhöhte Max dann leicht das Tempo und zog das Feld auseinander. Daraufhin stieg auch der Osnabrücker Nils Huhtakangas in die Tempoarbeit ein und versuchte, die führende Position im Feld zu erreichen, doch Max konterte jeden seiner Angriffe sofort, um die Leaderposition zu verteidigen. Nach 1100m hatten sich dann die 3 Läufer Max, Nils Huhtakangas und Lars Spickhoff (TK Hannover) vom Feld abgesetzt. Der Osnabrücker Nils Huhtakangas attackierte mit seinen hochfrequenten Angriffen immer wieder Max und hatte 120 vor dem Ziel dann Erfolg und setzte sich im Spurt ab. Max musste ihn genervt ziehen lassen und wurde dann auch noch vom Hannoveraner Spickhoff überholt. So wurde Max in 4:24,79 Min. Dritter. Tobias, der frühzeitig Opfer von Max Tempoverschärfung wurde, sicherte sich mit einem starken Endspurt in 4:45,22 Min. noch Rang 11.

Ähnlich wie im Fußball ist Ballbesitz bzw. Führung im Feld nicht alles. Max hatte den taktischen Fehler begangen, sich zu sehr in den Zweikampf mit dem Osnabrücker Huhtakangas einzulassen, anstatt ihn auch mal führen zu lassen und ihn aus einer Verfolgerposition zu attackieren. Mit der gleichen Taktik gewann Huhtakangas am Sonntag dann auch noch die 3000m in dieser Altersklasse.

Samstag, der Tag unserer Mädels:

Angelique Lehmann startete im Hochsprung in der Altersklasse WU18. Insgesamt waren 15 Mädels gemeldet und es war klar, dass Angi Bestleistung springen musste, um unter die besten 8 zu kommen. Angi hat zwar ihr Anlauftempo erhöht, aber die Umsetzung in einen verbesserten Absprung macht ihr derzeit noch Probleme. So war ihre Sprungserie auch von einigen Fehlversuchen geprägt und mit übersprungenen 1,47m wurde sie 11. Eine Bestätigung ihrer Bestleistung von 1,52m blieb ihr an diesem Tag leider verwehrt.

Lea Ahrens startet in dieser Hallensaison nur auf den Unterdistanzen und sprintete am Samstag über die 60m. Im Vorlauf zeige sie eine tolle Startbeschleunigung und lief trotz reduzierter Power in 7,74 Sekunden die beste Vorlaufzeit – gegen die Spezialistinnen wohlgemerkt. Im Finale klebte dann wohl Patex an den Spikes: Lea kann schlecht vom Startblock weg und wurde in immer noch sehr guten 7,82 Sekunden Vierte. Die DJM- Norm für diese Strecke liegt bei 7,95 Sek. und ist für Leas Langhürdengegerinnen in Norddeutschland nicht erreichbar.

Sonntag, leider nur Lea am Start:

Moritz musste wg. einer Rückenverletzung passen, Max meldete am Samstag Halsschmerzen und eine leichte Erkältung- so hielt Lea unsere Vereinsfarben hoch. Über die 200m zeigte Lea dann am Sonntag zwei gute Rennen über die 200m. Im Vorlauf war der Übergang von der Startkurve auf die Gegengerade nicht optimal und so sprintete Lea in 25,48 Sekunden die drittschnellste Zeit. Im Finale machte sie es dann besser: In 25,29 Sekunden sprintete Lea auf Rang 2 hinter der DM-Finalteilnehmerin Jasmin Wulf auf dieser Strecke. Lea steigert sich damit bei den 200m weiter von Rennen und zu Rennen und die Rennhärte auf den Unterdistanzen sollen die Grundlagen für noch bessere 400m in der Freiluftsaison geben.

http://www.nordharz-portal.de/lea-ahrens-bei-den-nlv-blv-hallenmeisterschaften-auf-abwegen/

http://www.lav07.de/gz-vom-27-01-2016-lm-hannover/

 

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