05.04.2020
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NDM: Doppelerfolg durch Lea Ahrens & Solide Leistung von Max Singer

NDM: Doppelerfolg durch Lea Ahrens & Solide Leistung von Max Singer

Den Spitznahmen „Turbo“- Lea hat sie schon länger. Doch Lea Ahrens hat am vergangenen Wochenende bei den NDM in Göttingen ihr vorläufiges Meisterstück gemacht. Sie gewann bei den Titelkämpfen überlegen beide Langsprintrennen und sicherte sich die ersten beiden Norddeutschen Meistertitel ihrer Sportkarriere. Doch was noch ungleich stärker wiegt: Lea hat am Samstag über 400m Hürden den Sprung in die Weltspitze geschafft!
Im 400m-Hürdenrennen startete Lea Ahrens am Samstag auf Bahn 3 und holte die Kurvenvorgabe der Konkurrenz schon nach 150m auf. Beginnend mit einem 16er Schrittrhythmus stellte „Turbo“-Lea aufgrund an der 6. Hürde auf einen 17er Schrittrhythmus um und finishte in der Weltklassezeit von 59,40 Sekunden. Platz 2 sicherte sich Judith Kamlage von SV Sparda Werlte in 64,58 Sekunden, dritte wurde die Oldenburgerin Eda Kintz in 67, 49 Sekunden. Damit hat Lea Ahrens ihre persönliche Bestleistung um 2 Sekunden verbessert und sich auf Platz 1 der Deutschen Bestenliste vorgeschoben. Mit dieser Laufzeit hat Lea zudem den Sprung in die Weltspitze geschafft: Sie liegt mit ihrer Leistung aus Göttingen damit in Europa auf Platz 1 und in der Welt auf Rang 6. Die Athletin selbst war völlig überrascht: „Ich konnte die Zeit auf der Uhr erst kaum glauben, zumal auch der Stadionsprecher nichts sagte. Der Lauf war aber im zweiten Teil viel rhythmischer als in Braunschweig und ich habe speziell die Problemhürden 8 und 10 gut genommen“ analysiert die LAV-Kaderathletin.

Rennsituation an der 3. von 10 Hürden. Lea hat diese Hürde schon längst genommen und holt gerade die Vizemeisterin Judith Kamlage auf der Außenbahn ein. „Turbo“ –Lea gewinnt mit über 5(!) Sekunden Vorsprung.

 

Trotz schwerer Beine vom Vortag sicherte sich Lea Ahrens am Sonntag auch noch den NDM-Titel über die 400m Flachstrecke. Auch hier setzte „Turbo“-Lea die Konkurrenz vom Start weg unter Druck und finishte erneut in persönlicher Bestleistung von 55,36 Sekunden. Damit verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung um fast 6/10 Sekunden und bestätigt ihren zweiten Rang in der Deutschen Bestenliste. Zweite über die Stadionrunde wurde Lucy Steinmeier vom LBV Phönix Lübeck in 56, 49 Sekunden, dritte die Hamburgerin Vanessa Aniteye in 58,06 Sekunden.

Rennsituation eingangs der Zielgeraden. Lea vor dem Feld, einzig die Vizemeisterin Lucy Steinmeiner hält noch Kontakt

 

 

Mit dem Doppelerfolg von Lea Ahrens hat unser Verein den größten Erfolg in seiner Vereinsgeschichte erzielt. Lea hat sich damit nachdrücklich für höhere Aufgaben empfohlen und unser Verein ist jetzt nicht nur in der landesbesten- und Deutschen Bestenliste vertreten, sondern auch in der globalen Bestenliste.
Diese ist im Netz zu finden unter: http://www.all-athletics.com/de

Der Sprung von der Schüler- zur Jugendleichtathletik ist großer Schritt bei der Entwicklung von Nachwuchsathleten und er ist immer verdammt schwer. Dies gilt auch für unseren zweiten NDM-Starter Max Singer, der in letzten beiden Jahren die 3000m im Schülerbereich dominiert hat und in Göttingen erneut ein Zeichen setzen wollte. Zudem hoffte Max auf ein schnelles Rennen, um vielleicht noch die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu laufen.
Zunächst bemühte sich Max Schwung in das 11köpfige Teilnehmerfeld zu bekommen, doch die Unterstützung der jahrgangsälteren Athleten blieb dazu aus.

Rennsituation am Anfang des Rennens, David Braunsmann (200) und Max Singer (452) führen das Feld an

 
Nach einem Rennkilometer setzten die jahrgangsälteren Athleten Johann Buttler (TC FIKO Rostock, NDM Gewinner Hindernis), David Brecht (LG Braunschweig) und David Braunsmann (SC Melle) die Spalttablette an und setzen sich vom restlichen Teilnehmerfeld ab. Vor allem der Rostocker Johann Buttler drückte immer wieder aufs Tempo, um seine Gegner zu zermürben. Die Entscheidung vorne fiel dann im Sprintduell zwischen Johann Buttler und David Brecht, das der Rostocker klar für sich entschied.
Max kämpfte unterdessen in der Verfolgergruppe und sicherte sich mit seinem starken Schlusssprint verdient den 4. Rang in 9:35,22 Minuten. Er war damit zwar Jahrgangsbester, aber eine Platzierung unter den TOP 3 und die DM-Norm waren leider nicht machbar.
Auch wenn der große Traum DM für Max in diesem Jahr wohl nicht machbar ist, besteht kein Grund zur Resignation. Max hat bereits einen LM-Titel gewonnen und ist damit für das erste Jahr U18 im Soll. Er sieht ja bei seiner Vereinskollegin Lea, dass die Akklimatisierung in der Jugendleichtathletik Zeit und ein höheres Maß an Rennhärte erfordert.

Max in der Endphase des Rennens in seinem gewohnt kraftvollem Laufstil

 

Pressebericht in der Goslarschen Zeitung

 

 

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